To be or not to be isn't the final question!

Vorwort:

Habe das Blog mal wieder mit einem Passwort gesichert, weil ich in der letzten Zeit unangenehme Schwingungen diesbezüglich empfangen habe. Wer weiß, wie lange der Zustand dieses Mal anhält.

Die Tatsache, dass ich jetzt den Führerschein mache und heute eineinhalb Stunden in der Fahrschule gesessen habe, ist ganz und gar surreal. Das ist wirklich das richtige Wort dafür, ein besseres gäbe es nicht. Die Zeit, die Gesichter, die Stimmen zogen an mir vorbei, als wäre ich gar nicht zugegen. Ja, bin ich denn etwa schizophren?

Ich darf nicht mehr so viel Zeit verstreichen lassen, ohne etwas Produktives getan zu haben. Lieber etwas Produktives tun als sich in einer Tour zu fragen, warum man nichts Produktives tun kann. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich tatsächlich so bin, wie ich mich fühle und beschreibe. Womöglich ist das eine Tarnung, eine Verzerrung (unfassbar, in ebendiesem Moment hat eine Stimme "verzerrt" gesagt; sie kam aus dem Fernsehapparat). Was auch immer es ist, es schadet mir auf Dauer, also muss ich dagegen angehen. Kann natürlich auch sein, dass ich hoffnungslos verloren bin und kränker sowie stärker als das die Realität erlaubt.

Alles möglich, nichts gänzlich unmöglich, sagt die Botschaft.

Ich lasse es übrigens Tag werden, ehe ich einschlafe, weil ich den Schattenseiten der Nacht entkommen will ("Die Nacht kann mich mal und kriegt mich nicht".).

Des Weiteren wünsche ich allen Lesern und Schaulustigen recht viel Spaß!

Also:

Musste über den inzwischen 19jährigen Jungen nachdenken, der damals in das Filmprojekt mit einsteigen wollte. Hatte sich, wovon ich ausgehe, nicht mal das Drehbuch durchgelesen, geschweige denn sich damit befasst. Das störte mich übrigens am allermeisten an dem Projekt. Alle möglichen Leute interessierten sich dafür und wollten mit einsteigen. In der Gruppe, die ich deswegen gegründet hatte, waren letztlich weit über 20 Leute. Auf die opt.-Anzeige meldeten sich auch einige. Und auf die Anzeige auf movie-college.de auch ein ganzer Schwung. Letztlich sprach ich nur für mich selbst, bekam Zuspruch von allen Seiten, der aber nicht von Bedeutung war, weil man selbst keinen Einsatz zeigen wollte. Überlegte damals, woran es gelegen haben könnte. Musste nicht lange überlegen, mir nur kurz die "Köpfe" ins Gedächtnis rufen. Waren größtenteils junge Frauen und Männer, die wohl von nichts eine Ahnung hatten. Meine Erwartungshaltung war ohnehin recht gering, schließlich weiß ich, wie die Leute sind. Was erwartete ich mir also. Im Grunde genommen nicht viel, ich wollte nur irgendetwas in die Wege leiten, das Formen annehmen sollte. Vermutlich hätte ich es durchziehen können, wäre ich dran geblieben. Ja, und genau das unterscheidet mich von den erfolgreichen Menschen. Erfolgreich ist man dann, wenn man Durchhaltevermögen hat, wenn man also nicht aufgibt, nicht dann, wenn man nicht mal den Versuch startet, etwas Erfolgbringendes in die Wege zu leiten. "Traurige Scheiße."

Dennoch, ich kann das nicht nachvollziehen. Doch schon, aber ich persönlich gehe mit Situationen, denen ich augenscheinlich ausweichen möchte, anders um. Oder was war das? Scheiße, mein Kopf muss so viel leisten, das ist echt widernatürlich. Frage mich dessenungeachtet, was das war. Ich sagte den Leuten konkret, was ich wollte, jeder stimmte mir zu, aber letztlich stand und saß ich in der Bar, sprach jedoch für mich selbst.

Haha. Man glaubt doch nicht wirklich, mich würde das heute noch in irgendeiner Weise tangieren. Ich wusste damals nämlich genau, dass das Projekt nicht zu Stande kommen würde. Brauchte mir eben nur die "Köpfe" anschauen. Und dann habe ich mir vorgenommen, nur mehr unter bestimmten Voraussetzungen Mühe und Zeit in eine Sache zu stecken, also beispielsweise in ein Filmprojekt. Ganz oder gar nicht, nur noch professionelle Angestellte und all das.

Ehrlich gesagt, haha, glaube ich nicht so recht daran, dass es jemals dazu kommen wird. Seien wir doch mal ehrlich, ich bin ein schwieriger Mensch, mit dem man in der Regel nicht allzu gerne zusammenarbeiten will. Klar, könnte ich mich auch zusammenreißen und all das. Mache ich schließlich in einer Tour. Aber wenn ich, wie gesagt, Mühe und Zeit in so ein Projekt stecke, will ich auch volle Initiative zeigen sowie sehen. Sowie sehen.

Oft genug bin ich am Boden zerstört, weil ich mir nicht vorstellen kann, bald 8 Stunden täglich zu arbeiten und mich mit Dingen zu befassen, die mich gar nicht interessieren. Das liegt mehr an der Tatsache, dass ich etwas machen muss, als daran, dass ich mich wirklich nicht dafür interessiere. Warum auch immer es so ist, aber ich habe verdammt nochmal keine Lust darauf, mich von irgendjemandem bestimmen zu lassen. Das mag reichlich dumm klingen, aber oft passiert es mir, dass ich die Wut kaum zurückhalten kann, die aufkommt, wenn mir jemand Dinge sagt, von denen er eigentlich überhaupt keine Ahnung hat. Jemand, der meint, er müsste mir sagen, ich sollte irgendetwas grundlegend verändern und dergleichen. Es gibt dafür im Übrigen keinen speziellen Anlass, ich will das nur mal klarstellen. Normalerweise sollte ich etwas ganz anderes machen. Was weiß ich..nicht in Deutschland leben, keinem normalen Beruf nachgehen und all sowas. Aber so funktioniert das nicht.

Genau genommen bin ich fast schon davon überzeugt, dass es für mich keinen richtigen Weg geben kann. Es gibt keinen richtigen Weg, weil ich an so gut wie nichts Spaß haben kann, weil ich alles als nervenaufreibend empfinde. Zum Beispiel weiß ich, dass ich ab Oktober diese Ausbildung beginne. Das stört mich immens, selbst heute, einige Monate zuvor. Wenn ich daran denke, nur mehr 6 Monate in meinem Zimmer, nur für mich, verbringen zu können, dann raubt mir das fast schon den Verstand. Davon mache ich alles abhängig, wenn ich zum Beispiel ein Buch lese, dann sage ich mir "Wenn du das ausgelesen hast, ist es vielleicht schon April. Dann sind es nur mehr 6 Monate." Und so weiter.

Der Junge, von dem ich am Anfang berichtete, wollte mich auch im Boot haben, als es um sein eigenes Projekt ging. Er hat bereits mit einem anderen zusammen, der übrigens auch beim Film mitmachen wollte, ein Projekt am Laufen und das schon über Jahre (er ist allerdings erst später eingestiegen). Er wollte jedenfalls Künstler aus der Region fördern, beziehungsweise will er das immer noch. Ich weiß nicht, was ich von Dingen dieser Art halten soll. Hat in dem Fall nicht zwangsläufig etwas mit Misstrauen zu tun. Aber oft frage ich mich: Wie effektiv ist die Geschichte?
Klar, alles ist besser als nichts tun, aber seien wir doch nochmal ehrlich: Ich habe keine Lust, mich mit irgendeiner Sache zu befassen. Lieber wollte ich etwas anderes. Nichts tun, nur das, was mir gerade vorschwebt, keine Ängste, nur noch für mich sein (nicht nur, aber oft genug).

Das kann ich mir nicht leisten, weil ich ein junger Mensch bin, der sich noch nicht mal sein eigenes Leben aufgebaut hat.

Vielleicht stimmt ja was mit meinem Gehirn nicht? Normal ist es jedenfalls nicht, dass man sein Leben nur mit sich alleine verbringen möchte. Ach, da fällt mir ein: Dr. Richard David Precht (wiki) hat über die Liebe -allgemein Zweisamkeit- gesprochen und davon, dass dieses Bedürfnis, das ich gerade beschrieben habe, einem Autismus schon sehr nahe kommen würde. Klar, ich sprach bereits vom Asperger Syndrom, weiß, dass ich in der Hinsicht recht gestört sein kann, was die Zweisamkeit anbelangt. Aber Dr. Richard David Precht (Foto) hat auch noch gesagt, dass das überhaupt kein schöner Zustand wäre, den man sich da herbeiwünschen würde, respektive für sich ausgesucht hat, dass das gar ein undenkbarer Zustand für viele Menschen wäre. Das hat mich etwas stutzig gemacht. Wenn jemand wie Herr Dr. Precht sagt, dass das gar ein undenkbarer Zustand wäre, dann wird es mir ein bisschen kalt um mein Herz. Okay, ich gebe zu, dass ich mir in meinem Leben nur allzu selten eine Person für eine unbestimmte Zeit herbeigesehnt habe, in meiner Nähe wissen wollte. Oft war ich froh, wenn ich beispielsweise irgendwo zu Besuch war, dass ich wieder abreisen konnte, dass ich wieder für mich allein sein konnte. Ich verbrachte im Alter von 18 eine lange Zeit in einer anderen Stadt -hauptsächlich aus Gewohnheit- und war immer regelrecht erleichtert, wenn ich wieder im Zug sitzen konnte. Dann fiel diese Last von mir, die sich über die Tage aufgestaut hatte. Ach Gott, ich kann es gar nicht genug betonen, ja, hervorschreien: Ich bin so gerne für mich alleine, wenn ich keinerlei Verpflichtungen nachgehen muss, wenn da überhaupt keine Ansprüche gestellt werden. Schließlich würde ich mir nie selbst widersprechen oder irgendeine Veränderung verlangen.

Dr. Precht sagte natürlich auch, so wie sich das für ein Referat zum Thema "Beziehung" gehört, dass man keine Ansprüche an den anderen stellen darf. Das habe ich übrigens schon vor Jahren gesagt oder gedacht. Jemand, der Ansprüche an seinen Partner stellt, mag vielleicht nicht ganz verkehrt liegen, wenn er das tut, weil es sicherlich ein paar Personen gibt, die sich diesen Anforderungen fügen. Aber das ist natürlich vollkommen falsch. Ich habe es immer so gehandhabt: Immer dann, wenn jemand destruktive Kritik an mir üben wollte, bin ich aufgestanden und nie wieder zurückgekommen.

In der Tat. Von Äußerlichkeiten will ich gar nicht erst sprechen. Hätte jemand auch nur den Versuch gestartet, mich diesbezüglich kritisieren zu wollen, ich hätte schallend aufgelacht und das gleiche getan wie bei der anderen Kritik: Ich wäre aufgestanden und wäre nie wieder zurückgekommen.

Aus ebendiesem Grund bin ich so gerne (wenn ich nicht gerne alleine bin, bin ich übrigens nicht nicht gerne alleine, sondern grundsätzlich nicht gerne ich selbst) alleine. Nur so kann ich zur Ruhe kommen. Nur so kann ich mich entspannen. Irgendwann werde ich ganz sicher entweder nicht mehr am Leben teilnehmen oder ich werde das mit dem Alleinsein für mich selbst in die Tat umgesetzt haben. Mag heißen: Keine Arbeit ["Arbeit"], ausreichend Geld, Menschen nur dann, wenn ich das wünsche, Ansehen und Trubel "auf meine Weise".

"Meine Weise" löst schon recht viel Glückseligkeit bei mir aus. Frage mich, meistens schon kurz nach dem Aufwachen, warum ich "dumme Sau" nicht dazu im Stande bin herauszufinden, wie ich es nennen möchte, was hier falsch läuft, warum ich mich so "beschissen" fühlen muss. Das hat nichts mit der Vergangenheit (Schon auch, aber das ist ein anderes Thema) zu tun, sondern mit der Zukunft, mit dem, was auf mich zukommt. Ist es falsch? So falsch? Ja? Wirklich? Verdammt.

Nein, es ist nicht falsch, es ist nur: Ich bin so verflucht deprimiert, über irgendeine Sache, die sich mir nicht offenbaren will.

"Oasis" weiß es heute auch nicht besser, also: Bett in vielen Stunden, gar Minuten, ich weiß es nicht.

_

Zudem Schade, dass ich 05 und 09 nicht zur Buchmesse gefahren bin, 06 hingegen schon (viel, viel Wodka, auf der Rückfahrt schlief ich tief, nachdem ich Blut und Bier gelesen hatte; die Extemporale aus der Musik schrieb ich am nächsten Tag -nicht- mit (auch 04, 07, 08) (In Frankfurt war ich dann übrigens so betrunken, dass ich überhaupt keine Bilder machen konnte; erinnere mich nur daran, Günter Grass verspottet zu haben, Helge Timmerberg verfolgt zu haben und von der Security (aufgrund ein paar heikler Tatsachen) verfolgt worden zu sein. Dafür hatte ich in diesem Jahr so viele Bücher auf einen Schlag wie noch NIE!) (Das Gelände der Frankfurter Buchmesse (06) verließ ich (beziehungsweise wir) übrigens über die lange Auffahrt, die normalerweise nur von Bussen (so hatte ich es zumindest in Erinnerung) genutzt wurde, die von den Securities den Weg gewiesen bekamen (haha?); unsere Rucksäcke waren .ganz ernsthaft. prall gefüllt mit Büchern, wir waren ziemlich betrunken und gingen geradewegs an den Aufsehern vorbei, stiegen am Ende des Geländes angekommen über eine Absperrung (oder Zaun) und standen in einem nicht allzu mondänen Viertel der Stadt Frankfurt) Die Nacht verbrachten wir dann übrigens auf der Straße (an mehreren Stellen, unter anderem auf einer beleuchteten Platte (haha?) vor einer Bank (haha?) (wir gingen sogar mal am Hilton vorbei, irgendwo war eine coole Discothek, in die man reinschauen konnte, weil es quasi ein Glashaus war, später tranken wir irgendwo einen Wodkashot und im Anschluss dazu ein Glas Wasser, weil uns der Schweiß trotz Wassernot alarmierend auf der Stirn stand), später legten wir uns in die Bahnhofshalle) (Ich wünschte, ich hätte all das nicht getan, weil es schlichtweg ekelhaft und sittenwidrig war, eine allzu große Zeitverschwendung; all das eben, von A bis Z; hier nicht erwähnt und auch nirgendwo sonst)), siehe da:

Jetzt nochmal ohne Klammer, Frankfurt 06: Ich erinnere mich wieder, obschon ich mich nicht allzu gerne erinnere. Fuhren mit dem Zug nach Frankfurt, mit einem ICE (erst mit einem RE bis nach Nürnberg). Wollten nicht zahlen und fuhren erst mal schwarz. In einem ICE nicht allzu effektiv, wenn man bedenkt, dass der Schaffner einen früher oder später ohnehin drankriegt.. Allerdings erinnere ich mich an einen Mann, der kurz zuvor die Toilette aufgesucht hat, also auch kein Ticket gehabt haben muss. Wollte schon türmen, irgendwohin, blieben dann aber doch sitzen. Waren natürlich auch sichtlich betrunken. Der Schaffner kam also und fragte uns, ob wir zugestiegen wären und der Idiot neben mir antwortet mit "Ja." Ich bin jahrelang schwarz gefahren und spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass der Schaffner wieder weitergegangen wäre, hätten wir einfach "Nein." gesagt. Schließlich hat er die anderen Fahrgäste auch gefragt, also nicht nur uns. Nun mussten wir also 80 Euro zahlen. Schließlich kamen wir Frankfurt immer näher, wollten allerdings auf eine etwas markantere Haltestation warten als auf "Frankfurt Hauptbahnhof"(ha) und fuhren schließlich weiter als geplant. Die nächste Station war irgendein unscheinbarer Ort. Dort warteten wir also auf einen weiteren Zug. Als wir endlich in Frankfurt angekommen waren, fuhren wir mit der U-Bahn zum Messegelände. In der Bahn starrten mich fortwährend ein paar Japaner an, zeigten mit dem Finger auf mich und sprachen auch über mich. Das erzürnte mich..etwas. Irgendwann kauften wir uns also das Ticket für die Messe (waren zwar zu dem Zeitpunkt Schüler, hatten aber keinen Schülerausweis dabei und mussten den regulären Preis zahlen). Drinnen angekommen hatte ich schon überhaupt keine Lust mehr, was wohl größtenteils an meiner Begleitung lag. Sahen dann eben Günter Grass, liefen orientierungslos umher, begutachteten ein paar Bücher und so fort. Spät abends wollten wir den letzten Zug zurück nach Regensburg (plus Anschlusszug) erreichen. Allerdings hatten wir den letzten verpasst und mussten nun also die Nacht in Frankfurt verbringen. Weil wir uns zunächst nicht die ganze Nacht über in Frankfurt aufhalten wollten, fuhren wir mit dem Zug nach Bamberg (oder Würzburg?), überlegten uns schon, uns dort die Nacht um die Ohren zu schlagen, fuhren dann allerdings wieder zurück nach Frankfurt. Über die Nacht als solche berichtete ich bereits. Solche Tage möchte man am liebsten vergessen. So verhält man sich nicht, mit solchen Leuten gibt man sich nicht ab, das ist die größte Zeitverschwendung aller Zeiten.

17.3.10 09:58

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